Fachgebiete

Kompetenz und Leistungsfähigkeit
Sachkunde und Qualität

Das Tätigkeitsfeld unserer Mitgliedsbetriebe ist vielfältig. Den Schwerpunkt bildet das weite Feld der Schadstoff-sanierung. Dazu gehören Asbest- und Schimmelpilz-sanierungen, Abbrucharbeiten, die Sanierung von Brand-schäden und das Entfernen von künstlichen Mineralfasern, PAK, PCB, Formaldehyd, gesundheitsgefährdenden Holz-schutzmittel und einer Vielzahl anderer Stoffe. Zudem sind die meisten Mitglieder auch in weiteren Gewerken aus dem weiten Feld des Hochbaus tätig.

 

Zu den Themenbereichen

 

Insgesamt werden von den NAV-Mitgliedern nachfolgende Gewerke abgedeckt

  • Abbrucharbeiten/-technik
  • Abfalltechnik
  • Asbestsanierung
  • Asbestentsorgung
  • Bausanierung
  • Beschichtungen
  • Beton-Sägetechnik
  • Betonsanierung
  • Brandschadensanierung
  • Brandschutz
  • Containerdienste
  • Dampfstrahlreinigung
  • Deponiebetrieb
  • Elektroanlagen
  • Elektrosanierung
  • Entfernung und Entsorgung von KMF
  • Erdbau
  • Fuhrbetrieb
  • Fußboden-/Parkettarbeiten
  • Garten- und Landschaftsbau
  • Gerätevermietung
  • Geruchsneutralisation
  • Gerüstbau
  • Glas- und Gebäudereinigung
  • Hochbau
  • Holzschutz
  • Industriereinigung
  • Ingenieurarbeiten
  • Innenabbruch
  • Innenausbau/Trockenbau
  • Isolierung
  • Kaminbau
  • KFZ-Reinigung
  • Leckortung
  • Malerarbeiten
  • Messtechnik
  • PCB-Sanierung
  • Raumausstattung
  • Reinigung
  • Renovierung
  • Sandstrahlarbeiten
  • Schimmelpilzsanierung
  • Schneedienst
  • Sicherheitstechnik/Sicherheitsdienste
  • Sprengtechnik
  • Teppich und Polsterreinigung
  • Thermografie
  • Tiefbau
  • Transport und Einlagerung
  • Umwelttechnik
  • Verschrottung
  • Verwertung/Recycling
  • Wasserschadenbeseitigung/Trocknung

Hauptursache für Sanierungsfehler – Unkenntnis und Vergeßlichkeit

Tatsache ist , dass einer Sanierungsfirma, die ohne besondere Überwachung ihrer Tätigkeit nachgeht, Fehler unterlaufen können, die sie selbst vielleicht gar nicht merkt. So werden Sanierungen durchgeführt in dem Bewußtsein, alle Gesetze und Verordnungen etc. zu berücksichtigen und doch wird gegen sie verstoßen. Unbewußt und ungewollt zumeist, aber manchmal auch wissentlich. Oft sind es einzelne Mitarbeiter auf den Baustellen, die mit Geräten nicht richtig umzugehen verstehen, obwohl sie die nötigen Schulungskurse erfolgreich abgeschlossen haben, oder Sicherheitsbestimmungen außer Acht lassen, weil deren Einhaltung vielleicht unbequem ist, zuviel Zeit oder zuviel Geld kosten oder weil sie schlichtweg vergessen wurden.


Wer überwacht wen?

Welche Firmen soll ein Auftraggeber nun bevorzugen? Grundsätzlich sind alle Sanierungsfirmen, die über sachkundiges Personal und die nötigen Gerätschaften verfügen, in der Lage, Sanierungen korrekt auszuführen. Doch damit ist das oben angesprochene Dilemma nicht ausgeräumt. Wer überwacht diese Firmen? Im Regelfall achtet der Unternehmer oder ein von ihm beauftragter Mitarbeiter auf den ordnungsgemäßen Ablauf der Sanierung und kann so Unregelmäßigkeiten abstellen. Häufig wird aber dem sachkundigen Leiter der Sanierungsbaustelle (sachkundig gemäß den Technischen Regeln Gefahrstoffe - Asbest: Abbruch-, Sanierungs- oder Instandhaltungsarbeiten, kurz: TRGS 519) allein die Verantwortung übertragen.

 

Andererseits muß nicht extra erwähnt werden, dass ein Unternehmer eher dazu geneigt ist, bei Gesetzesverstößen seiner Mitarbeiter schon einmal ein Auge zuzudrücken, solange sonst niemand den Verstöß bemerkt und so stellt sich weiter die Frage: Wer überwacht den Unternehmer?

 

Die Überwachung durch Behörden kann nur punktuell sein und selbst baustellenüberwachende Architekten entdecken nicht alle Unregelmäßigkeiten.


Qualitätssicherungssystem

Aus diesem Grunde hat der Norddeutsche Asbest- und Gefahrstoffsanierungsverband (NAV) ein besonderes Qualitätssicherungssystem errichtet, dem sich alle Verbandsmitglieder unterworfen haben. Das System basiert auf folgenden Einzelelementen:

  • Erfüllung von festgelegten Kriterien für die Aufnahme in den NAV
  • Besichtigung von Baustellen im Zusammenhang mit der Aufnahme
  • Eigenüberwachung der Mitgliedsbetriebe und der Sanierungsmaßnahmen
  • Fremdüberwachung der Mitgliedsbetriebe und der Sanierungsmaßnahmen

 

Im Rahmen der Eigen- und Fremdüberwachung verpflichten sich die Mitgliedsbetriebe des NAV, nachfolgende Auflagen grundsätzlich zu erfüllen und fortlaufend zu dokumentieren.

 

  • Die Mitgliedsbetriebe verpflichten sich, alle einschlägigen Gesetze, Verordnungen, Normen und Regelwerke, Merkblätter etc. einzuhalten.
  • Die Betriebe stellen sicher, dass die bei den Sanierungsarbeiten eingesetzten Maschinen und Geräte den geltenden Vorschriften entsprechen. Sie sind in einem einwandfreien Zustand zu halten. Die erforderlichen Zulassungen und Prüfungen (BIA-Zulassung, Emissionsnachweis) müssen vorliegen.
  • Die im Schwarzbereich tätigen Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen müssen sich den erforderlichen arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen (G 1.2 und G 26) unterzogen haben.
  • Aufsichtführendes Personal muß die erfolgreiche Teilnahme an einem behördlich anerkannten Lehrgang gemäß TRGS 519, Ziffer 2.7 nachweisen.
  • Die Mitgliedsbetriebe verpflichten sich, die in den Merkblättern des Amtes für Arbeitsschutz (Hamburg) vorgegebenen Auflagen hinsichtlich der zu verwendenden Personal- und Materialschleusen einzuhalten.
  • Die Betriebe benennen einen "Betriebsbeauftragten Asbestsanierung". Hierbei handelt es sich um den Betriebsinhaber bzw. einen leitenden Mitarbeiter. Der Betriebsbeauftragte ist sachkundig gemäß TRGS 519. Er ist verantwortlich für die Abwicklung der Asbestsanierungsmaßnahmen, für die Kontakte zu den Behörden, für die betriebliche Eigenüberwachung und er ist Ansprechpartner für den NAV.